touristische Streckenbeschreibung

Der ESV Lok Schöneweide Berlin lädt ein zur Radtourenfahrt
11. Bernau – zur Oder – Bernau
am Sonnabend, den 26.05.2018

Der Startort ist das Sportforum in Bernau. Die genaue Anschrift lautet:
Sportforum Bernau
16321 Bernau
An der Tränke 30
(Tel. 03338/60555)
Wir bieten die Streckenlängen von 59 km, 79 km, 118 und 151 km an. Der Start ist zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr möglich.
Bernau ist über die A10 und B2 bzw. über die A11 sowie mit der S-Bahn oder dem Regionalzug zu erreichen.
Ein guter Anlass für einen Urlaub in Berlin und seiner grünen Umgebung sind unsere RTF und unsere sechs „Permanenten Radtourenfahrten“ mit Strecken über 70 bis 80 km vom gleichen Startort, fahrbar vom 11.03. bis 15.10.2017. Unterlagen dazu gibt es an der Rezeption des Sportforums. Übernachtungen können über das Fremdenverkehrsamt Bernau vermittelt werden. (Tel. 03338-761919)
Die Radtourenfahrt findet zum 18. Mal statt, zum 10. Mal mit dem ESV Lok Schöneweide Berlin.
Die abwechslungsreiche und hügelige Landschaft im Nordosten von Berlin bis zur Oder ist geprägt von der Märkischen Weichseleiszeit vor etwa 12.000 Jahren mit seinen bis zu 1000 m hohen Eismassen.
Die RTF wird in diesem Jahr wie 2014 durchgeführt. Mit der veränderten Streckenführung seit 2013 kam sie sehr gut an. Die benutzten Straßen sind überwiegend verkehrsarm.
Vom Start geht es zunächst auf ebener Strecke durch Wälder, Felder und Heide des Landschaftsschutzgebietes Barnim. In Tuchen befindet sich eine schöne Fachwerkkirche und Feuerwache. Die Kirchen der Region bestehen meist aus Feldsteinen. Der 29 km lange, erste Abschnitt führt bis zum Kontrollpunkt K1 in Gersdorf. Wer die kleine Runde über 57 Km fährt, radelt durch Baumalleen, über Beiersdorf und Schönfeld, nach Bernau zurück.
Es geht aber auch weiter. Eine Extrarunde, über Hohenfinow, Cöthen und Dannenberg, erweitert die Tour auf 73 Km. Man kommt noch einmal am K1 vorbei. (Aus organisatorischen Gründen heißt er jetzt aber K4.)
Aber es gibt ja noch die Runden über 118 km und 151 km. Diese führen vom K1 über Hohenfinow. Von der Höhe vor Hohenfinow blicken wir auf das 90 m tiefergelegene Nieder-Oderbruch mit dem Schiffshebewerk Niederfinow. Nach einer 2 km langen Serpentinenabfahrt fahren wir unter diesem hindurch. Die Schiffe werden von der Oder kommend in einem Trog (12 x 85 x 2,5 m) auf den 36 m höheren Oder-Havel-Kanal gehoben bzw. herunter-gelassen. Dieser älteste, noch in Betrieb befindliche, Superlift besteht aus einer gewaltigen Stahlkonstruktion von 1934, und ist heute ein Denkmal. Gleich daneben wird seit 2010 ein noch größeres Schiffshebewerk errichtet. Wegen der Baustelle ist die Streckenführung leicht beeinträchtigt.
Die Runde führt weiter über Liepe. Bei der Serpentinenstraße nach Oderberg genießen wir einen tollen Ausblick auf den Finowkanal und den Oderberger See. In Hohensaaten kommen wir an die Schleuse, die den Wasser-stand der Oder zur Alten Oder ausgleicht. Im 2. Weltkrieg fanden im Januar 1945 bei der Überquerung der Oder schwere Kämpfe statt. Zwischen Hohensaaten und Hohenwutzen kann man den direkt an der Oder, und damit an der Grenze zu Polen, verlaufenden Oderradweg nutzen. In der blühenden Wiesenlandschaft durchfahren wir viele kleine Orte, die erst nach der Trockenlegung meist durch Hugenotten gegründet wurden. Dann ist man schon am Kontrollpunkt K2 in Altglietzen.
Vom K2 aus gibt es wieder eine 34 km lange Extrarunde für die 151er. Bis Schiffmühle führen die 118er und die 151er Tour noch gemeinsam. Von Schiffmühle geht es weiter durch das Landschaftsschutzgebiet Oderbruch, über Altranft, Neu- und Altreetz nach Zollbrücke. In Zollbrücke sind am Deichtor die Hochwasserstände der Oder angegeben. Nach 3 km auf dem Oderradweg erreichen wir die alte Oderbrücke der ehemaligen Bahnstrecke Wriezen – Königsberg (heute Choina /Polen). Danach können wir auf einem Abschnitt des Oderdeichs mit dem Rad fahren. Dort haben wir wieder einen tollen Blick über den Grenzfluss zu der hügeligen Naturlandschaft in Polen. Die Wiesen des Nieder-Oderbruches und des Oderbruches wurden unter Friedrich dem II. um 1850 mit einem 20 km langen Kanal und einem Entwässerungssystem trockengelegt. Das kampflos erworbene Land (bei +1 bis +2 m ü.NN) befindet sich unter dem normalen Oderpegel.
Von hier radelt man weiter nach Altglietzen. Vom K3 (wieder identisch mit K2) führen wir die Strecke auf einem Radweg neben den Oderwiesen bis Schiffmühle. Den Ausblick über die Oder muß man genossen haben.
Nachdem die beiden langen Touren (118er und 151er) wieder vereint sind, führen wir die Tour von Schiffmühle auf dem Radweg neben der B158 und B167 nach Bad Freienwalde. Und jetzt wird’s bergig. Wieder auf der B158, in Richtung Berlin, bezwingen wir den „Freienwalder“. An der nördlichsten Skisprungschanze von Deutschland kommen wir nach 2,5 km vorbei. Dort sind Sprünge bis 60 m möglich! 270 m hinter dem Ortsausgang biegen wir nach rechts in den Waldweg (nur 100m) ein. Dieser wird gleich ein Radweg nach Dannenberg. (! Vorsicht bei den Übergängen und Poller am Ende des Waldes). Die 79er Strecke zweigt in Struwenberg rechts ab und führt über Falkenberg nach Cöthen. In Fakenberg biegen wir auf der B168 nach 150 m rechts in die schmale Cöthener Straße nach rechts ein. Die Straße führt 2 km gemächlich bergauf. Bei Beginn des von Lene gestalteten Waldes befindet sich rechts bei der Gaststätte ein denkmalgeschützter Ginko-Baum. An der Einmündung in Cöthen (nach rechts) kommt sie wieder auf die 118er und 151er Strecke in Richtung Ziel über Hohenfinow und Gersdorf (K.4).
      Die 118er und 151er Strecke führt in Dannenberg an der Kreuzung vor dem Teich nach rechts nach Cöthen, Hohenfinow und Gersdorf (K.4) und weiter zum Ziel in Bernau über Freudenberg.
Im Sportforum Bernau ist vor und nach der Fahrt ein Imbiss mit Brötchen, Kaffee und Kuchen durch unseren Verein möglich. Vom Zapfhahn sind auch frische Getränke zu erhalten. Nach der Fahrt sind im Sportforum Bad, Duschen und Sauna vorhanden.
Kontaktadresse:
Janek Grunow (ESV Lok Berlin Schöneweide, Abt. Radsport), Tel. 0170-8013076